Why Agile (3)

Agilität ist die Gegenwart. Jedoch ist Agilität kein Selbstzweck – kein Ziel nur um der Agilität willen. In diesem Track beleuchten wir dir Gründe warum wir agil sein wollen und ob sich die Gründe dafür im Zeitraum seit der Erstellung des Agilen Manifest geändert haben.

Erzherzog Johann Saal 7th floor

15:00 - 16:00

Agilität messen = Erfolg messen? – Forschungsergebnisse zur Auswirkung von agiler Kultur in Österreich (DE)

Speakers: Samuel Strunk, Paul Jiménez, Michaela Höfer
Language: German
Format: Talk

Dieser Vortrag zeigt die Auswirkungen von agiler Unternehmenskultur auf verschiedene Faktoren (Zufriedenheit, Stress, Motivation…), basierend auf einer D-A-Ch-weiten Befragung von über 800 Menschen.

Beschreibung:

Agile Methoden sind in vielen Bereichen heute State-of-the-Art. Punkt. Aber: Macht eine agile Unternehmenskultur auch zufriedener? Verhalten sich MitarbeiterInnen im agilen Umfeld engagierter? Und ist agil wirklich stressfreier?
Im Rahmen einer D-A-Ch-weiten Befragung aus dem Jahr 2018 hat research-team in Zusammenarbeit mit der Karl-Franzens-Universität Graz über 800 arbeitende Menschen befragt. Dieser Vortrag bringt die wichtigsten Ergebnisse praxisnah auf den Punkt und zeigt, welche Auswirkungen Agilität haben kann: Profitieren zum Beispiel Männer oder Frauen stärker von agilen Bedingungen? Wie erleben ältere ArbeitnehmerInnen Agilität? Und wo haben Unternehmen in verschiedenen Entwicklungsphasen der agilen Kultur die größten Entwicklungmöglichkeiten?
Die Arbeits- und Organisationpsychologen Samuel Strunk, Professor Paul Jiménez und Mag.a Michaela Höfer beleuchten in ihrem Vortrag diese und viele weitere Fragen von wissenschaftlicher sowie praktischer Seite.

Lernziele:

Den TeilnehmerInnen sollen empirisch belastbare Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Agilität vermittelt werden. Gemeinsam sollen die wissenschaftlichen Ergebnisse mit praktischen Erfahrungen abgeglichen werden.

Venue:
Erzherzog Johann Saal
13:00 - 14:30

Welche Konzepte aus der Welt von Holacracy können für jedes agile Team hilfreich sein? (DE)

Speaker: Gregor Karlinger, Bernhard Ibertsberger
Language: German
Format: Workshop

Holacracy als Betriebssystem für Selbstorganisation enthält eine Reihe von Konzepten, die auch für sich alleine genommen hilfreich sein können, um die Verteilung von Aufgaben und Verantwortungen in einem agilen Team zu schärfen. In diesem Workshop werden wir diese Konzepte kennenlernen und probieren.

Beschreibung:

Agile Prozessen liegt das Prinzip von selbstorganisierten Teams zugrunde, dennoch bieten die Frameworks (wie zum Beispiel Scrum) wenig Anleitung um Selbstorganisation zum Gelingen zu verhelfen. Holacracy als Betriebssystem für Selbstorganisation enthält eine Reihe von Konzepten, die auch für sich alleine genommen hilfreich sein können, um die Verteilung von Aufgaben und Verantwortungen in einem agilen Team zu schärfen.

Beispiele für diese Konzepte sind:
* Klare Definition einer Rolle in Form eines übergeordneten Zwecks, klaren Verantwortlichkeiten und festgelegten Regeln;
* klare Trennung von taktischen (Arbeiten im System) und steuernden Besprechungen (Arbeiten am System) sowie ein klar strukturiertes Format für jeden dieser beiden Besprechungstypen;
* ein klarer Prozess für das Treffen von Gruppen-Entscheidungen, der alle Betroffenen zu Beteiligten macht, ein Commitment aller für die getroffene Entscheidung begünstigt und für ein “Im Zweifel für das Experiment” steht.

Können diese Konzepte auch außerhalb einer Holacracy und jeweils für sich genommen angewendet werden bzw. sich als nützlich erweisen? Aus Erfahrung der Vortragenden ganz eindeutig ja:
* Viel Reibung entsteht in einem Team oft dadurch, dass die Teammitglieder unausgesprochene Erwartungen aneinander haben, die oft auch noch recht unterschiedlich sind. Da kann es sehr hilfreich sein, diese Erwartungen aneinander klar in Form von ausdifferenzierten Rollenbeschreibungen festzulegen und so transparent zu machen.
* In vielen agilen Teams führen ineffektiv geführte oder schlecht moderierte Meetings zum Gefühl, viele dieser Meetings seien entbehrlich. Dabei wäre effektiv gestaltete Kommunikation eine der wesentlichen Säulen agilen Arbeitens (*). Die strukturierten Meeting-Formate der Holacracy bieten hier einen reichen Fundus an Ideen für gut gestaltete Meetings.
* Schwierige Entscheidungen lähmen oft auch eingespielte agile Teams. Oft wird dabei herbeigeredet, was nicht alles passieren könnte, wenn man einen am Tisch liegenden Vorschlag umsetzen würde. Der Entscheidungsprozess für Gruppen-Entscheidungen aus der Holacracy (Integrativer Entscheidungsprozess) hilft, in diese Lähmung gar nicht erst zu geraten. Denn er ist so gestaltet, dass er Entscheidungen für einen Vorschlag im Sinne eines Experiments begünstigt (“save enough to try”) und in dem er nicht versucht, einen Konsens zu erzielen (“alle dafür”), sondern einen Konsent (“niemand hat einen schwerwiegenden Einwand”).

In diesem Workshop werden wir diese Konzepte in Form kurzer Inputs vorstellen. Anschließend werden die Teilnehmerinnen versuchen, die Konzepte in spielerischer Form unmittelbar anzuwenden.

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(*) Vergleiche etwa das Prinzip Nr. 6 des agilen Manifests: “Die effizienteste und effektivste Methode, Informationen an und innerhalb eines Entwicklungsteams zu übermitteln, ist im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.”

Lernziele:

* Das Konzept der Rollenbeschreibung zur klaren Verteilung von Verantwortlichkeiten in einem Team kennenlernen;
* zwischen taktischen Meetings (“Arbeiten im System”) und steuernden Meetings (“Arbeiten am System”) klar unterscheiden können und die Nützlichkeit dieser Unterscheidung erkennen;
* den Integrativen Entscheidungsprozess der Holacracy kennenlernen und die wesentlichen Unterschiede zu anderen konventionellen Entscheidungsprozessen erkennen;
* alle vorgestellten Konzepte in zumindest einer spielerischen Sequenz erproben.

Venue:
Erzherzog Johann Saal
11:00 - 12:00

Mehr Wirkung, weniger Drama - sich selbst und andere durch Veränderungen steuern (DE)

Speaker: Thomas Epping
Language: German
Format: Talk

Der Vortrag fordert Transparenz, Fokus und Anpassungsfähigkeit von einem Veränderungsvorhaben ein und gibt Personen mit Veränderungsverantwortung eine einfache Möglichkeit dazu an die Hand.

Beschreibung:

Der Weg hin zu einer modernen und individuell angemessenen Organisationsform ist mitunter weit und kann viele Veränderungen erfordern, die mit ebenso vielen Fragen einher gehen: Welche ersten Schritte bieten sich für ein Veränderungsvorhaben an, und warum? Welchem Zweck sollen die ersten Veränderungen dienen? Wie lassen sie sich in ihrer Wirkung prüfen? Werden diese und andere Fragen vernachlässigt, so kann das Spektrum der Symptome von Zeitverschwendung über Frust bis hin zu offenen Konflikten reichen.

Der Vortrag geht der Frage nach, wie Personen mit Veränderungsverantwortung ihre Selbstwirksamkeitserwartung erhöhen können. Er nimmt an, dass mit der Übernahme von Veränderungsverantwortung insbesondere die Frage nach der eigenen Orientierung einher geht: Wie kann ich relevante Rahmenbedingungen für Veränderungsschritte aufnehmen? Wie kann ich aus diesen Rahmenbedingungen eine plausible Strategie für einen Veränderungsschritt ableiten und kommunizieren? Wie kann ich feststellen, dass die Zeit für einen nächsten Veränderungsschritt gekommen ist?

Aus der Praxis des Vortragenden heraus ist als Antwort auf diese Fragen ein Rahmenwerk entstanden, das seit inzwischen mehr als zwei Jahren regelmäßig Anwendung findet. Es hat den Anspruch, komplett im eigenen Einflussbereich zu liegen und damit jederzeit relevant zu sein. Durch diese Eigenschaften kann es für Personen mit Veränderungsverantwortung ein praktisches Hilfsmittel sein, um sich selbst (und andere) in einem Veränderungsvorhaben regelmäßig neu zu orientieren.

Lernziele

Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen ein Rahmenwerk kennen, mit dem sie Veränderungsschritte an ihrem Kontext ausrichten können. Sie lernen ein Modell (Christopher Avery: The Responsibility Process) kennen, das Phasen auf dem Weg zur Verantwortungsübernahme beschreibt und lernen, wie sie Veränderungsschritte als plausible Strategie formulieren und kommunizieren können.

Venue:
Erzherzog Johann Saal
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Coaches Clinic

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Eine Plattform, um erfahrene Agile Coaches mit Neulingen und allen an Agilen Methoden Interessierten
oder in - mehr oder weniger - agilen Umfeldern Beschäftigten zusammenzubringen.

Komm und stelle Deine Fragen! Erhalte Antworten, Ideen, Anleitung in einer kostenlosen 15-minütigen Session!

Willst Du Hilfe bei einer schwierigen Situation am Weg zu mehr Agilität? Komm zur Coaches Clinic! Die TeilnehmerInnen werden je nach individuellen Bedürfnissen passenden Agilen Coaches zugeordnet. Hier kannst Du in einem Einzelgespräch mit einem erfahrenen Agilen Coach reden, der Dir dabei helfen kann, Antworten bei Fragen zur technischen Praxis, Rollen- und organisatorischen Änderungen, motivationalen und persönlichen Konsequenzen, Scrum, Kanban, Scaling Agile, SAFe, LeSS, Agile Coaching als Karrierepfad, Erfüllung in Deinem professionellen Anspruch und vielen anderen Themen zu finden.

Die Coaches Clinic ist an beiden Konferenztagen von 10:30 bis 16:00 geöffnet. Du kannst einen Termin vereinbaren oder einfach hereinkommen.
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Ort: Business Lounge, Erdgeschoß
Organisation: Die Coaches Clinic wird von Dietmar Stockinger organisiert.

Wenn Du als ehrenamtlicher Agiler Coach teilnehmen möchtest, Wissen, Fertigkeiten und Erfahrung mitbringst, die Agile Transformationen für Individuen und Organisationen unterstützen, melde Dich bitte direkt bei: dietmar.stockinger@wirecard.com oder mail@dietmar-stockinger.com

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